Ohne Eigenkapital ins Eigenheim – Chance oder Risiko?
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Immobilienfinanzierung, so ganz ohne Eigenkapital – kann das funktionieren? Einige Banken bieten tatsächlich Vollfinanzierungen an – also Immobilienkredite komplett auf Pump, ohne einen Cent Eigenkapital. Aber ist das wirklich ratsam? Wir zeigen, wann ein Immobilienerwerb trotz fehlender Rücklagen gelingen kann, aber auch welche Risiken dabei drohen können.
Voraussetzungen für eine Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital
Laut dem Inhaber von Klaus Kock Immobilien, Klaus Kock, ist es üblich, dass „mindestens 20 bis 30 Prozent Eigenkapital“ beim Erwerb einer Immobilie vorhanden sein sollten. Doch aufgrund der steigenden Immobilienpreise, insbesondere in Gebieten wie Tönisvorst, ist es für viele Interessenten schwierig, diesen Betrag aufzubringen. Eine Vollfinanzierung, die den gesamten Kaufpreis sowie die Nebenkosten abdeckt, erscheint daher attraktiv: Sie ermöglicht es, ohne langjähriges Sparen sofort Eigentümer zu werden und keine Miete mehr zahlen zu müssen.
Allerdings sind die Anforderungen der Banken für eine derartige Finanzierung ohne Eigenmittel hoch. „Ein sehr hohes, stabiles Einkommen und eine einwandfreie Bonität sind essenziell“, erklärt Klaus Kock. Zudem sollten die Lage und der Zustand der Immobilie überzeugen, um das Risiko für die Bank zu minimieren. Oft wird zumindest erwartet, dass die Kaufnebenkosten aus eigener Tasche bezahlt werden. Sind diese Bedingungen erfüllt, kann der Traum vom eigenen Heim ohne Ersparnisse Realität werden, und es kann vorteilhaft sein, nicht länger zu warten, um sich günstige Zinsen zu sichern oder Preisanstiegen zu entgehen.
Risiken einer Vollfinanzierung: Höhere Belastungen und potenzielle Gefahren
Eine Vollfinanzierung birgt jedoch erhebliche Risiken. „Ohne Eigenkapital wird der Immobilienkredit teurer, da die Banken in der Regel einen Zinsaufschlag verlangen“, warnt Klaus Kock. Die Darlehenssumme ist deutlich höher, was zu spürbar höheren monatlichen Raten und oft zu einer längeren Kreditlaufzeit führt.
Wer sich für eine Vollfinanzierung entscheidet, muss sicherstellen, dass er die hohen Raten langfristig tragen kann. Bereits kleine finanzielle Rückschläge, wie der Verlust des Arbeitsplatzes oder ein temporärer Einkommensausfall, können den Tilgungsplan gefährden. Ohne ausreichende finanzielle Reserven besteht die Gefahr der Überschuldung und im schlimmsten Fall sogar der Zwangsversteigerung.
Zudem ist die Zinsentwicklung ein wichtiger Faktor. Läuft die anfängliche Zinsbindung aus und steigen die Zinsen, können die Raten weiter zunehmen. Daher ist es wichtig, finanzielle Reserven für zukünftige Zinssteigerungen, Reparaturen und andere unerwartete Ausgaben einzuplanen.
Erst Eigenkapital aufbauen oder kleinere Alternativen erwägen
Nicht jeder bekommt von der Bank die Zustimmung für eine Vollfinanzierung, und für viele ist sie zu riskant. Eine Alternative ist es, zunächst Eigenkapital anzusparen. „Geduld und regelmäßiges Sparen lohnen sich“, betont Klaus Kock. Wer einige Jahre Geld zur Seite legt und eventuell Unterstützung von der Familie erhält, kann ein finanzielles Polster schaffen. Schon mit 10 oder 20 Prozent Eigenkapital verbessern sich die Konditionen bei den Banken erheblich.
Es kann auch sinnvoll sein, die Ansprüche an das Eigenheim zu überdenken. Möglicherweise reicht zunächst eine kleinere Wohnung oder ein Haus in einer preiswerteren Region wie dem Umland von Tönisvorst. Ein niedrigerer Kaufpreis verringert den Kreditbedarf und somit das Finanzierungsrisiko.
Möchten Sie trotz geringem Eigenkapital nicht weiter Miete zahlen? Kontaktieren Sie uns – wir finden eine passende Finanzierungslösung und Immobilien, die Ihrem Budget entsprechen. Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin und machen Sie den ersten Schritt in Ihr eigenes Zuhause.
Hinweise:
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet.
Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
Foto: © eskay-lim/Unsplash.com
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Klaus Kock Immobilien ist ein inhabergeführtes Immobilienbüro mit Sitz in Krefeld – Kempen – Tönisvorst. In rund 30 Jahren Vertriebstätigkeit hat Klaus Kock vor allem eines gelernt: Zuhören. Darum ist Ihr Anliegen bei uns auch absolute Chefsache. Wir nehmen jedes Objekt unseres ausgewählten Portfolios persönlich in Augenschein und können so Anbieter und Nachfrager schneller zusammenbringen.